Wenn’s mal hustet

Der Corona-PoC

Verängstigt, sensibilisiert, genervt?
Stichwort Ellbogen? Genau, Körpergeräusche gibt man vernünftigerweise nur noch in den Ellbogen ab!
Als Pendler und beinahe 65, ist es nun wohl angebracht Hausbüro / Homeoffice zu betreiben. Im Büro geht das C-Theater ja auch schon los! Dazu kommt die Verletzungsgefahr in den Verpflegungsstätten. Splitterndes Top-Partybesteck kann ins Auge gehen! Na dann! Keine Ahnung wie Hausbüro geht? No panic! Bisher haben wir ja nicht viel mehr, als darüber gesprochen. Das wird schon. Unsere Büros sind ja auch wie zuhause eingerichtet. «Nume nid hüschtere!» Andere machen das ja schliesslich auch ohne Theater und Gemotze. Zudem ist ja alles parat, hat der Hofadel des Fürstentums öffentlich und überall vernehmbar verlauten lassen. Das beruhigt doch ungemein! Eigentlich, aber das muss unter uns bleiben, ist ja nur das wirklich parat, welches nicht nach allen fürstentümlichen Regeln der ICT-Kunst betrieben wird. Also nochmals: «Nume nid hüschtere!»  

Die Anderen werden sich jetzt sicher auch fragen, welche Geräte und welches Zubehör sie nach Hause nehmen sollen. Welches Containment ist wohl am besten geeignet, um mit dem ÖV alles heil zu transportieren? Zwei Monitore, einen PC, Anschlusskabel, Tastatur, Maus, Stromkabel nicht vergessen. Wo ist die Telefonsprechgarnitur? Vielleicht haben sie intelligenterweise bei der Schlepptopbestellung «ja» gesagt. Praktischer wäre es ja schon, einen Schlepptop oder ein Drehbuch / Convertible zu haben, auch wenn kaum ein Programm sichtmässig ergonomisch rüberkommt. Der Daumen-Zeigfinger-Aufwischtrick funktioniert eben auch nicht so durchgängig. Viel wichtiger ist es ja eigentlich, zuhause einen noch gesunden Kollegen zu finden, der sich durch die fehlenden Ansteckmöglichkeiten von Maus, Tastatur und Funknetz nicht irritieren lässt. Ist eben schon ein Mehrwert und praktisch zudem – so ein Schlepptop. Die Batterie soll übrigens nicht so lange halten. Vielleicht passt ja das Stromkabel des TVs. Etwas guter Wille und ein geringes Mass an Affinität zum Computer wird man heute doch wohl noch verlangen dürfen. Früher war halt alles noch anders. Nein, nicht besser, einfach altmodischer. Unsere Grafschaft hat die Chance verpasst, zeitnah, vor dem C-Käfer, modernste Arbeitsmittel einzuführen. Nun sind wir halt gezwungen mit unseren, teilweise eigenen ICT-Ressourcen, von zuhause aus zu arbeiten. So wie wir es schon seit 16 Jahren tun können. No Future, einfach ein wenig innovationslos. So gesehen auch respektlos gegenüber dem Corona-Käfer. Schon der Schweinekäfer / Schweinegrippe hat sich vor einigen Jahren darüber seine Zähne ausgebissen. Zugegebenermassen gehören wir zu den wenigen Ausnahmen, welche die Anordnungen der Fürstin noch nicht befolgen konnten. Hoffentlich trifft uns deswegen kein IT-Käfer. Schlepptops oder Drehbücher können wir ja dann immer noch beschaffen, wenn die C-Käferwelle durch ist. Arbeiten wir halt mal so weiter dafür ohne Angstträume über das Schleppen von Gerätschaften und das Finden von möglichst gesunden Kollegen, die beim Einrichten helfen. Das hoffen wir übrigens auch für jene im Fürstentum, die unermüdlich und am Rand ihrer Erschöpfung, Lösungen und Mittel suchen, die nachhaltig gegen die Welle der Schlepptop- und Drehbuch-Käfer wirken. Bis zum Zeitpunkt, an dem diese Käferwelle durch ist, wird sich hoffentlich auch das Röcheln, Husten und Niessen längst verzogen haben. Übrigens soll es bald Heilmittel gegen beide Sorten geben. In einem Fall soll es sich um ein Serum, im anderen um Einsicht handeln. Viele mögen es verwerflich finden, wenn vergleichsweise unbedeutende Herausforderungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gebracht werden. Nur, sind es nicht genau solche Ereignisse, die uns vor Augen führen, welchen Verlockungen wir immer wieder nachgeben, wenn’s gut geht? Grosse, unvorhersehbare Ereignisse, gekoppelt mit blinder Sparwut ziehen unweigerlich fatale Folgen nach sich. Werden wir uns bewusst! Der nächste Husten kommt bestimmt! Hoffen wir, dass er nicht zum Dauerhusten wird, damit wir noch Luft holen können. Luft, die uns Zeit verschafft in unseren Vorhaben unvorhersehbares in Betracht zu ziehen, in dem wir auch mal zurück schauen!